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… ist das interne Kürzel der Rettungskräfte, wenn sie wieder einmal zu einem „Notfall“ gerufen werden, der keiner ist. Stattdessen hätte ein rechtzeitiger Besuch des Hausarztes oder der Apotheke genügt. Immer öfter werden die Rettungssanitäter für Lappalien gerufen, beendet der Rettungsassistent Stefan Zimmermann vom ASB (Arbeiter-Samariter-Bund) seine Anekdote aus dem Alltag der Rettungskräfte, bevor er mit dem Erste-Hilfe-Kurs im Rahmen der TSC Akademie für die circa 15 Teilnehmenden im Clubraum des TSC am 23. März beginnt und zu dem richtigen Verhalten bei einem tatsächlichen Notfall kommt.

Und der ereignete sich sogleich! Ein Teilnehmer bekam einen Krampfanfall und verlor kurzzeitig das Bewusstsein und die anderen Anwesenden konnten den Profi Zimmermann bei einer vorbildlichen Notrufmeldung und Ersten Hilfe beobachten. Innerhalb von wenigen Minuten war der Rettungswagen vor Ort und brachte den jungen Mann zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus.

Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hatte, wurde der Kurs ohne weiteren Zwischenfall mit Powerpoint-Präsentationen und praktischen Übungen zu Wiederbelebungsmaßnahmen und Wundverbänden bis zum Nachmittag fortgesetzt.

Die größte Gruppe der Kursbesucher stellten die Hausmeister des TSC. Alle hatten schon einmal einen Erste-Hilfe-Kurs besucht. Aber wie Christian wollten alle eine Auffrischung ihrer Kenntnisse. „Weil ich beim TSC arbeite, brauche ich das.“ Und Norbert ergänzt: „Ich werde nicht nur gerufen, wenn es ein technisches Problem gibt, sondern auch bei Unfällen. Und dann will ich wissen, was zu tun ist.“ So nahmen die Teilnehmer nicht nur eine Bescheinigung mit, sondern auch das beruhigende Gefühl, im Falle eines Falles gut gerüstet zu sein. Und auch Rettungsassistent Zimmermann ist zufrieden: „Meine Motivation, Erste-Hilfe-Kurse zu geben, ist, dass die Verunfallten eine gute Erstversorgung erhalten haben, bis wir Rettungskräfte vor Ort erscheinen.“

Aber neben dem geschulten Personal geht der TSC konsequent noch einen Schritt weiter in Bezug auf die Unfallverhütung und hat ein Vorfalldokument entwickelt, das jeder benutzen kann, um Unfälle zu dokumentieren und auf Gefahrenquellen rund um den Sportbetrieb hinzuweisen. Die Dokumente liegen in der TSC Geschäftsstelle und im Studio „e“ aus. (AF)

Mit der „Vorfalldokumentation“ geht der Verein den nächsten konsequenten Schritt, um Mitglieder und Mitarbeiter schon präventiv vor Gefahren und Unfällen zu schützen. 

Beispiele für zu dokumentierende Vorfälle sind:

– Eine Person verstaucht sich am Geländer im Treppenhaus einen Finger.

– Beim Ausräumen eines Schranks fallen dem Trainer die Sportgeräte entgegen.

– Beim Aufbau eines Geräteparcours verzerrt sich eine Person leicht den Rücken.

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