Daniela Lohse (l.) und Sabine Kosbab (r.) sind die Vertrauenspersonen im TSC Eintracht Dortmund.

Daniela Lohse (l.) und Sabine Kosbab (r.) sind die Vertrauenspersonen im TSC Eintracht Dortmund. Foto: Jan Weckelmann

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Die Veranstaltung „Starke Kids im TSC“ ist mittlerweile aus dem Veranstaltungskalender des TSC nicht mehr wegzudenken. Seit 2011 organisieren die Vertrauenspersonen, Sabine Kosbab und Daniela Lohse, die Veranstaltung für alle Kinder zwischen acht und zwölf Jahren. Unterstützung erhalten sie durch den StadtSportBund, der ebenfalls seit 2013 mit dem Qualitätsbündnis zum Schutz gegen sexualisierte Gewalt im Sport aktiv vorgeht.

Auch in diesem Jahr wurden beim Theaterstück „Anne Tore – sind wir stark!“ die knapp 30 Kinder in kindgerechten Spielszenen an die heikle Thematik Kindesmissbrauch herangeführt. Die zuschauenden Kinder hatten zu Beginn der Aufführung rote, gelbe und grüne Karten erhalten, mit denen sie die Gefühlslage der Protagonisten Anne und Tore während des laufenden Theaterspiels einschätzen sollten. Rot stand für eine unangenehme Situation, Grün fürs Wohlfühlen und bei einer gelben Karte waren die Gefühle nicht eindeutig positiv oder negativ zu bewerten.
Außerdem lernten die Kinder, dass Schweigen in jedem Fall die falsche Wahl ist und sie in unangenehmen Situationen Kontakt zu vertrauten Personen aufnehmen sollten. „Vertraut Eurem Bauchgefühl“, spricht die Theaterpädagogin Anja Bechtel den Kindern Mut zu. Als Fachkraft für Prävention hat sie das sogenannte „Gefühlsampelsystem“ in Dortmund bekannt gemacht. Anfänglich noch etwas zögerlich, dann aber ziemlich treffsicher reckten die Kinder im Laufe des Theaterstücks ihre Arme mit den richtigen zur Spielszene gehörigen Farbkarten in die Höhe.

Für die Vertrauenspersonen ist die Unterstützung und Stärkung der Kinder ein echtes Herzensthema. Viele Maßnahmen haben die langjährigen TSC Mitarbeiterinnen in den letzten zehn Jahren schon umgesetzt und weitere sind bereits in Planung: „Neben „Starke Kids im TSC“ finden regelmäßig Schulungen für Trainer und Übungsleiter statt. In der Abteilung Jiu-Jitsu haben sogar alle Übungsleiter schon teilgenommen. Und auch eine Schulung für jüngere Kinder zwischen fünf und sieben Jahren ist in Planung“, erzählen beide stolz.

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