TSC Eintracht ermöglicht Feriencamps durch Corona-Schnelltests

Erst testen, dann zum Sport. Die Feriencamps des TSC Eintracht Dortmund können doch noch sicher durchgeführt werden. | Foto: Jan Weckelmann

Erst testen, dann zum Sport. Die Feriencamps des TSC Eintracht Dortmund können doch noch sicher durchgeführt werden. | Foto: Jan Weckelmann

Ferien ohne Spiel, Spaß und Sport? Beinahe wäre die Sportanlage des TSC Eintracht Dortmund über die Osterferien leer geblieben, doch durch Kooperationen und Dank des Engagements des Lions Club Tremonia konnte der Verein spontan für die Kinder ein Sportprogramm ermöglichen. Die zuvor schon abgesagten Feriencamps waren innerhalb weniger Minuten für die erste Ferienwoche wieder ausgebucht.

Insgesamt toben in dieser Woche täglich 50 Kinder auf der Außensportanlage des TSC Eintracht. Möglich ist das durch Corona-Schnelltests geworden, die jeden Morgen ein Ärzteteam bei jedem teilnehmenden Kind sowie Trainer durchführen. Nachdem die ersten Kinder freudestrahlend auf die Sportplätze stürmten, fiel den Verantwortlichen des Vereins ein Stein vom Herzen. Der TSC Eintracht hatte seine Feriencamps am Wochenende schon zum wiederholten Mal abgesagt, da die Allgemeinverfügung der Stadt, anders als die Coronaschutzverordnung des Landes NRW, negative Coronatests voraussetzt. Auf die Absage der Camps meldete sich Dr. Björn Lübben, der mit seinem Praxisteam bereits in Schulen Schnelltests durchführt, und bot seine Hilfe für die in den Ferien freigewordenen Kapazitäten an. „Wir sind froh, den Kindern seit Dienstag ein sicheres Ferienprogramm bieten zu können und ich bedanke mich bei allen, die das so spontan umgesetzt haben“, zeigt sich Vorstandsvorsitzender Alexander Kiel zufrieden. Hilfe gibt es auch vom Lions Club Tremonia, der die Kosten für die Schnelltests übernimmt, die nicht durch den wöchentlich kostenlosen Test abgedeckt sind. Für die zweite Ferienwoche sind noch wenige Plätze verfügbar, die Camps beginnen dann aber erst am Mittwoch, damit der Verein noch einen Tag nach Ostern Zeit hat, um erneut auf eventuell geänderte Vorgaben seitens der Politik reagieren zu können.

von rechts nach links: Dr. Alexander Kiel, Vorstandsvorsitzender Eintracht; Janine Czechowitz, MFA; Dr. Björn Lübben, HNO-Arzt und Vize Präsident des Lions Club Dortmund-Tremonia; sowie zwei sportbegeisterte und getestete Kinder.
von rechts nach links: Dr. Alexander Kiel, Vorstandsvorsitzender Eintracht; Janine Czechowitz, MFA; Dr. Björn Lübben, HNO-Arzt und Vize Präsident des Lions Club Dortmund-Tremonia; sowie zwei sportbegeisterte und getestete Kinder.

Testzentrum für zukünftige Angebote geplant

Die Erfahrungen aus den Feriencamps nutzt der Verein, um für seine Mitglieder in der zurzeit stillliegenden Gastronomie ein eigenes Testzentrum aufzubauen. „Sollten Schnelltests die Grundlage für ein Training im Verein sein, ist das mit einem großen Aufwand verbunden, da zu den verschiedensten Uhrzeiten neue Gruppe starten.“, gibt Alexander Kiel zu bedenken. Mit einem eigenen Testzentrum möchte der TSC Eintracht dennoch frühestmöglich sicheren Sport anbieten können. Alexander Kiel betont aber auch: „Wir können das durch hauptamtliche Mitarbeiter stemmen, für den ehrenamtlich geführten Vereinssport wäre die Teststrategie eine Zumutung“. Wird das TSC-Testzentrum von der Stadt Dortmund genehmigt, bietet der TSC seine Hilfe für kleinere Vereine an.