Schritt für Schritt zu neuem Selbstvertrauen

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Schon seit vielen Jahren bietet der TSC Kindern und Jugendlichen ein speziell entwickeltes Tanztraining an. Ob Hip Hop, Jazz, New Style oder andere moderne Tanzformen. Seit Februar 2016 gibt es die Dance Company in neuer Form. Der Fachbereich wächst kontinuierlich – und will im neuen Jahr eine neue Zielgruppe erschließen. Bislang werden Tänzer zwischen drei und 27 Jahren betreut. Künftig sollen aber auch immer mehr ältere Erwachsene Einzug in den Fachbereich und die Tanzsäle halten.

Angelika Arnswald leitet den noch jungen Fachbereich. Dabei ist sie eigentlich schon ein alter Hase im Verein. Vor 17 Jahren kam sie zum TSC. Seit 2001 ist sie bei der Eintracht angestellt – und bewegt ihre Schützlinge. Arnswald ist Autodidaktin, hat sich das Tanzen selbst beigebracht. Und jetzt gibt sie ihr Wissen weiter. Dabei geht es ihr nicht darum, aus all ihren Kurs- und Workshop-Teilnehmern waschechte Tänzer zu machen, sondern: „Ich möchte, dass sie das Gefühl haben, tanzen zu können, wenn ihnen danach ist. Dass sie Spaß an Bewegung und Musik haben“, sagt die 34-Jährige.

Der Wettkampfgedanke steht bei der Dance Company hinten an. Auftritte gibt es dennoch. Eines der Highlights war die Unterstützung von Schlagersängerin Andrea Berg, die Ende Oktober mit ihrer „Seelenbeben“-Tour in der Westfalenhalle zu Gast war. Acht Kinder der Dance Company spielten und tanzten vor 9000 Zuschauern die Drachenkinder. Aber sie durften nicht nur mit der Sängerin auf die Bühne, sie durften sie im Rahmen eines „Meet & Greet“ auch treffen. „Das war schon etwas Besonderes“, erzählt Arnswald.

Aber auch in den eigenen Reihen gibt es Höhepunkte. Zwei Mal im Jahr präsentieren die einzelnen Gruppen, was sie können. „Es gibt eine Sommer- und eine Winterpräsentation“, so Arnswald. Diese Auftritte finden vor rund 600 Zuschauern in der  Gymnastikhalle Ost der Eintracht statt. „Diese Auftritte sind für die Kinder und Jugendlichen die Highlights des Jahres“, sagt die Leiterin der Dance Company. Und diese Auftritte sind nicht nur die Höhepunkte für die jungen Tänzer, gleichzeitig sind sie auch das Ziel der harten Arbeit, die sie in ihr Hobby investieren.

Mittlerweile sind es elf Trainer, die sich in der Dance Company um ihre Schützlinge kümmern. Ein eingeschworenes Team, wie Arnswald sagt. „Jeder hat seinen eigenen Background, jeder seine eigene Art zu tanzen und die Inhalte zu vermitteln. Und jeder Einzelne ist eine absolute Bereicherung für die Dance Company und ein tolles Vorbild für die Kinder und Jugendlichen. Das spiegelt auch die Vielfalt der Ausdrucksform Tanz wider“, so die 34-Jährige.

"Jeder hat seine eigene Art zu tanzen und ist ein tolles Vorbild für die Kinder und Jugendlichen. Das spiegelt auch die Vielfalt der Ausdrucksform Tanz wider."
Angelika Arnswald
Leiterin Dance Company

Im neuen Jahr wird das Programm der Dance Company ausgeweitet. Dann sollen auch immer mehr Erwachsene über ihre Begeisterung den Weg zum Rhythmus finden. Die Zielgruppe: „Leute, die sagen, ich kann nicht tanzen“, sagt Arnswald. Ein Wunsch, den die Leiterin und ihr Team haben, ist, dass nach und nach auch das Feld der Senioren erschlossen werden kann. Tanzen kennt kein Alter. Im Gegenteil. Tanzen und Bewegung sind universell. „Tanzen spricht jede Muskelgruppe an – und schult den Geist“, erklärt Arnswald.

Damit sich niemand vor der ersten Tanzstunde komplett festlegen muss, was genau er lernen möchte, wird es verschiedene Angebote der Dance Company geben. Bei sogenannten 360 Grad-Workshops wird beispielsweise die ganze Palette des Angebots abgebildet. „Durch die Termine schaffen wir eine Regelmäßigkeit, trotzdem ist niemand festgefahren, weil wir bei jedem Training neue Inhalte einbringen und neue Schwerpunkte setzen“, so Arnswald. Aber es gibt auch Zehn- bzw. Fünf-Wochen-Kurse. Dort geht es um die Philosophie der verschiedenen Tänze der Dance Company. Und natürlich auch ums Tanzen. Schritt für Schritt zur fertigen Choreografie.

Arnswald und ihr Team leben ihre Kreativität durchs Tanzen aus. Sie lassen mit ihren Schritten dynamische Bilder entstehen, die Zuschauer zum Hinsehen und – vielleicht sogar – zum Mitmachen motivieren. „Tanzen verbindet Menschen. Es stärkt das Selbstvertrauen. Ich möchte, dass die Leute, die bei uns tanzen und trainieren, an sich glauben und zeigen, wie schön sie sind“, sagt Arnswald. Damit sich nicht irgendwann die Frage stellt, ob überhaupt getanzt wird. Sondern die Frage lautet: Welcher Typ bin ich auf der Tanzfläche? Und diese Frage sollen ab Januar alle interessierten Tänzer für sich beantworten können. Egal, wie alt sie auch sein mögen.

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