Auf Steckenpferden durch die Sporthalle galoppieren

Und hopp! Kleine und große Sprünge meistern die Reiter*innen im Kurs "Hobby Horsing" | Foto: Jan Weckelmann

Und hopp! Kleine und große Sprünge meistern die Reiter*innen im Kurs "Hobby Horsing" | Foto: Jan Weckelmann

„Hobby Horsing“ ist ein neues Sportangebot beim Kinder- und Jugendsport des TSC. Mit einem Steckenpferd reiten die Kinder dabei durch die Halle, zeigen Dressurfiguren und meistern große und kleine Sprünge.

„Ihr dürft auch mal Schritt gehen“, ruft Trainerin Jenny ihrer Gruppe zu. Das hören die Kinder gerne, denn nach dem Aufwärmspiel sind alle schon ziemlich aus der Puste. Kein Wunder: Die Mädchen sind bereits viele Runden durch die Halle gelaufen. Obwohl laufen hier das falsche Wort ist, beim „Hobby Horsing“ wird nämlich nicht gelaufen, sondern galoppiert und getrappt. Das Ziel ist es, die Bewegungen eines Pferdes so gut wie möglich selbst nachzuahmen. Damit dabei auch ein richtiges Reitgefühl aufkommt, hat jedes Kind noch ein Steckenpferd dabei.

„Für Menschen, die die Sportart nicht kennen, ist es am Anfang vielleicht ein bisschen komisch“, sagt Jennifer Bruland. Sie leitet das „Hobby Horsing“ Angebot beim TSC und musste die Trendsportart zu Beginn auch erstmal kennenlernen. „Aber wenn man einmal in diese Welt eintaucht, erkennt man, wie viel Spaß die Kinder dabei haben“, sagt die 24-Jährige. Sie hat selbst ein eigenes Pferd und reitet seit vielen Jahren. Das ist als „Hobby Horsing“-Trainerin von Vorteil, denn nicht nur die Gangarten, sondern beispielsweise auch Galoppwechsel, werden vom Reitsport übernommen.

Die Trendsportart kommt eigentlich aus Finnland, wird aber auch in Deutschland immer bekannter. „Im Hobby Horsing gibt es mittlerweile Meisterschaften“, sagt Nadine Berse vom Kinder- und Jugendsport. „Und da die Anfrage im Vorfeld von Kindern und Eltern schon groß war, haben wir uns dazu entschlossen, Hobby Horsing auch im TSC zu etablieren.“ Seit Juni wird der Kurs nun für Acht- bis Zwölfjährige jeden Dienstag von 16 bis 16:45 Uhr angeboten. (Aktuelle Zeiten und Angebote findest Du hier >>)

Die Kinder erwartet dort ein wöchentlicher Wechsel zwischen Dressur- und Springreiten. „Bei der Dressur geht es beispielsweise um das Lernen der Bahnfiguren“, erklärt Jenny. Beim Springreiten baut sie für die Kinder verschiedene Parcours mit unterschiedlichen Sprüngen und Schwierigkeitsgraden auf. Auch hier gehört ein bisschen Theorie dazu, die Kinder lernen beispielsweise den Unterschied zwischen einem Oxer und einer Trippelbarre.

Ihre Steckenpferde bringen die meisten Kinder selbst zum Kurs mit. Und wie echte Pferde bekommen die „Hobby Horses“ natürlich auch eigene Nahmen. „Mein Pferd heißt Linus“, erzählt die achtjährige Lara stolz. Sie reitet bereits seit vier Jahren und findet Hobby Horsing toll, weil es „mit Pferden ist und viel Spaß macht.“ Auch die elfjährigen Leni reitet in ihrer Freizeit und war vom Hobby Horsing direkt begeistert. „Das ist viel anstrengender und weniger schmutzig als normales Reiten“, sagt Leni.

Der Kurs ist aber nicht nur für Kinder geeignet, die bereits Reitunterricht haben. Das Angebot soll auch eine Alternative für Kinder bieten, die beispielsweise aus finanziellen Gründen oder wegen einer Allergie keinen Reitunterricht nehmen können. „Außerdem stellt es eine gute Basis dar, wenn Kinder dann später im Reitsport starten möchten“, sagt Nadine Berse.

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