Saisonal und gesund essen im Winter

Kohlsorten wie Wirsing, Grünkohl, Rotkohl und Rosenkohl sind das regionale und saisonale Superfood.

Kohlsorten wie Wirsing, Grünkohl, Rotkohl und Rosenkohl sind das regionale und saisonale Superfood.

Wir können reichlich Kräuter und Gewürze nutzen in der Jahreszeit, die uns ins warme Haus gehen lässt.
Aus der alten europäischen Volksmedizin mit Wurzeln in antiken griechischen- arabischen Medizinlehren stammen die Hausmittel, die in Familien über Generationen weitergegeben werden: Inhalieren von Kamilledampf, Wadenwickel bei Fieber… – und eben die Anwendung von Kräutern und Gewürzen.
Ja, genau gerade auch die Gewürze, die wir im Weihnachtsgebäck finden. -Nein, deswegen ist das ganze Genasche keine gesunde Ernährung.
Anders ist es, wenn aus den Gewürzen ein Tee aufgegossen wird, oder die Speisen und Getränke eine kräftige Zubereitung mit Gewürzen und Kräutern enthalten.
Getränke? Eine Zubereitung als Gewürz-Milch, am besten mit Pflanzendrink statt Tiermilch, liefert dem Organismus Unterstützung. Die Kräuter wie Rosmarin und Salbei lassen sich auch im Winter aus dem Garten holen oder im Sommer zweimal kräftig in der Ernte zurückschneiden und einlagern. Dazu noch Thymian, Majoran, Oregano und Petersilie aus dem Vorrat und viele leckere Soßen und hilfreiche Tees lassen sich zubereiten. Kümmel und Koriander machen die nächste Gruppe der saisonalen Stars der europäischen Ernährung bekömmlicher: Die Kohlsorten.

SUPERFOOD VOR DER HAUSTÜR

Die Kohlsorten sind unser regionales und saisonales Superfood. Ob es der Wirsing ist, der Grünkohl, Rotkohl und Rosenkohl oder ihre weiteren Geschwister wie Spinat, Feldsalat und alle Kreuzblütler. Gedämpft, gekocht, kurz im Wok erhitzt oder roh gehobelt in einem Salat, bis hin zur Zutat im Smoothie: So viel vitales Blattgrün neben vielen wasserlöslichen Vitaminen, Antioxidantien und was auch immer unser Immunsystem nun brauchen kann, findest Du in Kohlgemüsen. Wohl dem, der sie bekömmlich zuzubereiten weiß. Hilfsmittel sind Kümmel, Koriander und auch etwas Natron. Die Darmflora bedankt sich ihrerseits für die mit Kohl gelieferten Faserstoffe und unverdaulichen Verbindungen mit gesegnetem Wachstum zu unserem Vorteil. So kann eine Speise mit Kohlgemüsen durchaus als präbiotische Grundversorgung gelten.

Von Kümmel und Natron in der Zubereitung profitiert auch ein Gericht, in dem Hülsenfrüchte vorkommen. Linsen lassen sich bekömmlicher machen mit etwas Natron im Garwasser. Lässt man sie vorab keimen, gewinnen sie sogar noch an Inhaltsstoffen, lassen sich zu einem Salat roh verzehren und gegart besser vertragen. Bohnen bitte nur und ausschließlich vorab in Wasser mit Natron quellen lassen, es dauert durchaus eine ganze Nacht. Das Einweichwasser weggießen und das Garwasser erneut mit ¼ TL Natron pro Liter Wasser versetzen.

Gerade für Mealprepping sind vorbereitete Salate aus Hülsenfrüchten geeignet! Für den Genuss niemals Salz oder Fett vor dem Verzehr zugeben, sonst könnten sie wie Steine im Magen liegen. Das heißt, dass auch ein Salat nur mit einer Soße ohne Fett zubereitet wird. Erst auf die Portion, die jeweils gegessen wird, hochwertige Öle wie zum Beispiel Lein-, Hanf- oder Kürbiskernöl geben.

Kürbisse sind so bunt-geniale Herbst- und Wintergeschenke mit Lagerfähigkeit und Frischegarantie, ohne dass es besondere Lagerbedingungen erfordert – für Aufläufe, Suppen, gebacken und gehobelt, sogar als Zutat in Brotteigen oder Kuchen und gern auch als 1/3 in Salaten. Kombiniert mit Feldsalat, rote Bete und Nüssen in einer Soße mit dem Gewürz »Ras-el-Hanout« und etwas Lupinenjoghurt findet der Körper schon eine Menge fürs Blut, Gesundheit und vorbereitetes Immunsystem. Und gerne eine Handvoll frische Kräuter oder Keimlinge.
KEIMLINGE SELBST ZIEHEN

Kräuter lassen sich auf jeden Fall gut auf der Fensterbank ziehen.
Und was auch immer keimt, darf das auch in Keimgläsern tun, um uns Keimlinge (neu: Microgreens) zu liefern: Brokkolisamen, Alfalfa oder Luzerne, Kressesorten, ja es gibt ganze Keimmischungen von verschiedenen Anbietern. Angewendet auf der Stulle, oder dem Brötchen passen Keimlinge zur Salatdekoration und als vollständiger Salatanteil. Es ist schon ein Erlebnis, wieviel Keimlingsvolumen aus einem Esslöffel Brokkolisamen heranwächst! Getreidesorten und Linsen lassen sich gut keimen und gekeimt anwenden. Getreide nur ganz kurz den Keimling sichtbar werden lassen, Linsen keimen sich von mehligem Geschmack hin zu frisch-knackigem Genuss, der an Erbsschoten erinnert.

VIELFALT AUSPROBIEREN

Wer zum Beispiel Wirsing für sich verwenden will, kann neben allen schnellen Garmethoden den Wirsing ja wie Sauerkraut hobeln, kneten und in einem Schnappdeckelglas zu milchsauervergorenem Vitaminpäckchen verwandeln. Den Sud setzt man zum Beispiel mit 1 Teil Kanne Brottrunk und 4 Teilen Wasser an. Zusätzlich können ein paar Stücke Chili hinzugegeben werden. Das Glas zur Sicherheit in einen Eimer stellen, falls die Gäre einmal aus dem Glas steigen will. Wir haben sehr viele Gemüse, die winterhart und lecker sind. Hinzu kommen noch die Wurzelgemüse mit starken Farben wie Möhren, rote Bete, Süßkartoffeln. Und wenn es Obst sein soll, dann schaut nach alten Sorten wie den roten Boskop, rotbackige voll ausgereifte Äpfel, die Euch all ihre Antioxidantien bereithalten und dank der Reife die Verdauung nicht irritieren.

Wir leben in einem wirklich ergiebigen Gebiet mit Superfoods. Bleibt neugierig, fröhlich und haltet Euch täglich gesund!

Eure Herma

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Dr. Herma Portsteffen

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