Claus kann glücklich sterben: Revanche gegen Sendenhorst geglückt

TSC Eintracht Dortmund – SG Sendenhorst 3:1 (25:12 17:25 25:22 25:19)


Das heutige Spitzenspiel der Verbandsliga stand in zweifacher Hinsicht im besonderen Fokus des TSC. Zum einen wollte man sich als Mannschaft für die unterdurchschnittliche Leistung und knappe Niederlage im Hinspiel gegen die Gäste aus Sendenhorst revanchieren. Zum anderen musste Außenangreifer Claus gegen seinen alten Jugendverein die Schmach aus dem Hinspiel vergessen machen lassen und seinen alten Mitstreitern beweisen, dass auch in Dortmund ansehnlicher und erfolgreicher Volleyball gespielt wird.
Entsprechend fokussiert startete der TSC. In einem furiosen ersten Satz, in dem die Sendenhorster chancenlos schienen, begeisterten die Dortmunder die zahlreichen Zuschauer mit einem überdeutlichen Satzgewinn. Angefangen mit druckvollen Aufschlägen, über stabile Block- und Abwehrarbeit, gewürzt mit klugen Angriffen, hatte Trainer Ole Wirtz nichts am Spiel seiner Männer zu bemängeln. 25:12 hieß es am Ende des ersten Durchgangs unter frenetischem Applaus.
Durchgang zwei zeigte mal wieder die andere Seite der TSCler. Sendenhorst stabilisierte seine Annahme, vor allem weil Dortmund die Intensität in den Aufschlägen nicht beibehalten konnte. Und auch die Angriffe der Gäste aus dem Münsterland waren nun viel überlegter gesetzt, sodass der TSC oft unsortiert und chaotisch reagierte. Unter dem Strich ein verdienter Satzausgleich.
Doch spätestens ab dem folgenden dritten Satz entwickelte sich das Spitzenduell auf Augenhöhe, das im Vorhinein erwartet worden war. Spieler, Trainer und Zuschauer beider Seiten sprachen hinterher von einem sehr ansehnlichen Spiel auf höchstem Verbandsliga-Niveau. Auf Dortmunder Seite überzeugten besonders die beiden Diagonalspieler Mario und Dominik – beide zuvor durch Verletzung viele Wochen ausgefallen – und gaben dem TSC-Spiel durch ihre Athletik eine ganz neue Note. Anstelle der personellen Notlösungen der letzten Spiele auf dieser Position wirkten sie immer gefährlich, strahlten sowohl am Netz als auch über Hinterfeldangriffe stets Gefahr aus. Ein bis zum sehr ausgeglichener Satz mit teils langen und ansehnlichen Ballwechseln entschied sich dann genau auf dieser Position, als Dortmund sich nach 20:22 Rückstand zurückkämpfen konnte und den Satz 25:22 nach Hause holte.
Gleiches Bild im vierten Durchgang: lange ausgeglichen, konnte sich keines der beiden Teams absetzen (13:12). Bis NJ zum Aufschlag kam! Der Mittelblocker aus der Zweiten, heute für den fehlenden Markus ins Team nominiert, packte die Aufschlag-Keule aus und brachte die Dortmunder mit einer unglaublichen Aufschlagserie mit insgesamt drei (!) Assen entscheidend in Führung (18:12), machte dadurch quasi im Alleingang von der Grundlinie alles klar. Der Vorsprung wurde sicher über die Ziellinie gebracht und machte Satz- und Spielgewinn perfekt.
Nach diesem richtungsweisenden Sieg klammert sich der TSC am Spitzenquartett der Liga fest und schnuppert am zweiten Platz. Aber vor allem gibt dieses Spiel einen riesigen Motivationsschub für die nächsten Spitzenspiele gegen Bocholt (3.) und Tabellenprimus Saxonia Münster.
Es spielten: Mario Dammann, Christopher Grütering, Luka Güthe, André Hoffmann (L), Claus Kemker, Lukas Laczkowski, Jasper Lammering, Dominik Rudolf, Nils Jannik Schüßler, Ole Wirtz (T), Fabian Wolf (C)

Lukas Laczkowski

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