Yassin Mohumed deutscher Jugendmeister über 5000 Meter

Leichtathletik in Dortmund

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Die deutschen Jugendmeisterschaften der Leichtathleten in Heilbronn begannen schon am ersten Tag für die Eintrachtler verheißungsvoll.

Das 5000-Meter-Rennen der MU 20 von Yassin Mohumed war eine taktische Blaupause des Laufes seines Bruders Mohamed, mit der er vor zwei Wochen in Braunschweig deutscher Meister über die gleiche Distanz wurde.

Yassin hielt sich stets unter den führenden sechs Kontrahenten und ließ sich durch die Positionskämpfe an der Spitze nicht beirren. Nach einer kleinen Schwäche drei Runden vor Schluss kämpfte er sich wieder heran und exakt genau wie sein Bruder attackierte er eingangs der Schlussrunde den führenden Tom Förster, flog an ihm vorbei und mit wachsendem Vorsprung zog er dem Ziel entgegen. Der Sindelfinger Paul Specht versuchte dem Eintrachtler mit einem furiosen  Spurt auf den letzten 50 Metern noch zu entreißen, doch Yassin „roch den Braten“, legte noch einmal zu und gewann nach 14:55,48 Minuten den Titel.

Nach überzeugenden Leistungen in den 400-Meter-Vorläufen trumpften die Eintrachtlerinnen im Finale der WU 18 groß auf. Anna Hense begann mit furiosem Tempo und erkämpfte rasch einen deutlichen Vorsprung. Als in der Zielkurve ihren Konkurrentinnen näher rückten, zog die 17jährige das Tempo noch einmal an und lief unwiderstehlich ihrem ersten nationalen Meistertitel entgegen. Glänzende 53,64 Sekunden zeigten die Uhren. „Annas Grundschnelligkeit ist so hervorragend, dass sie es sich leisten kann, schnell anzugehen.“  Die gerade 16jährige Karolina Haas bewies mit Bestzeit von hervorragenden 56,52 Sekunden  im Vorlauf ihre großen Fortschritte. Im Finale wurden die Beine etwas schwer, doch konnte sie mit Platz 7 in 57,02 hochzufrieden sein. Auch Emely Andreas verbuchte in der WU 20 mit 57,12 als Fünfte einen neuen Hausrekord.

Bummelrennen sind nicht die Sache von Verena Meisl. Lieber beginnt sie mit schnellem Tempo und versucht am Schluss noch einmal zuzulegen. So blieb ihr nichts anderes übrig als zwei Runden vor Schluss des verbummelten 1500-Meter- Finales energisch in Führung zu gehen. Sie eroberte einen klaren Vorsprung, auf der Zielgeraden konnte sie aber die heranstürmende Fabienne Meyer aus Epe nicht abwehren und war trotz der Silbermedaille (4:39,48) etwas traurig.  Als Trost bleibt ihr, dass ihre hochklassige deutsche Jahresbestzeit von 4:17,85 Minuten unangetastet blieb. Auch Clemens Erdmann hatte in der 1500-Meter-Entscheidung der MU 20 von dem Schlafwagentempo die Nase voll und rückte nach 1000 Metern an die Spitze, die er aber in der letzten Runde einbüßte. Doch er resignierte nicht und erkämpfte auf der Zielgeraden nach 4:01,97 Minuten die Vizemeisterschaft.

Emil Bekker qualifizierte sich mit 22,50 Sekunden zwar für das 200-Meter-Finale, verzichtete aber zu Gunsten der 100 Meter darauf. Das erwies sich als richtig. Mit 10,95 Sekunden stürmte der 17jährige, der nach gutem Start auf den letzten Metern etwas verkrampfte, auf Rang 7

Louisa Hassel verlor im 1500-Meter-Finale der WU 18 vorübergehend den Anschluss, erkämpfte sich aber auf der Zielgeraden noch Platz 4 (4:45,74).  Auch Lasse Funck musste auf den letzten Metern der 800 – Meter-Entscheidung noch mächtig kämpfen um seinen 5. Platz sicher zu stellen.

Die Stabis blieben hinter den hoch gesteckten Erwartungen etwas zurück. Till Marburger (MU 18) hatte die 4,55 Meter bereits überwunden als der Sprungstab nach vorne fiel und die Latte abriss. Das war trotzdem Platz 4 wert. Jonas Wolf (MU 20) schwang sich über 4,55 Meter auf Rang 5.

Im 5000-Meter-Bahngehen marschierte Amina Aletic in 27:26,79 Minuten auf Platz 5.

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